Ich kann verzeihen, aber nicht vergessen.
So heißt es.
Und ich finde es stimmt.
Ich kann verzeihen, aber vergessen werde ich die meisten Sachen nicht.
Aber wie ist es, wenn man verzeiht, aber nicht vergisst?
Bleibt dann nicht immer ein komischer Beigeschmack?
Wird man der Person, der man verziehen hat auch wieder vertrauen können, wenn man nicht vergessen kann?
Wird man nicht Angst haben, dass es wieder passiert?
Ist ein reines Verzeihen möglich ohne Spuren zu hinterlassen?
Ich denke, es wird immer was zurück bleiben.
Eine Erinnerung, ein Stückchen fehlendes Vertrauen.
Die Frage ist, wie man damit umgeht.
Kann man ein Vertrauen wieder aufbauen, wenn man nicht vergessen kann?
Wenn man es nicht kann, hat dann die Beziehung noch einen Sinn?
Wird es dann, trotz Verzeihen, wieder gut werden?
Die Frage ist aber auch, was man verzeihen soll.
Nur einen Streit, eine andere Meinung, ein falsches Wort?
Oder einen Betrug, eine Lüge, ein Hintergehen?
Ich finde verzeihen in einer Beziehung ist wichtig. Egal ob zu einem Partner, einem Freund, der Mutter, dem Vater, der Oma oder dem Opa.
Aber es ist auch wichtig sich selber dabei nicht aus den Augen zu verlieren.
Wenn man weiß, ich werde das nicht vergessen, ich kann es nicht verzeihen, dann redet darüber.
Vielleicht gab es Beweggründe, die es euch erleichtern können zu verzeihen.
Vielleicht bekommt ihr eine Erklärung, warum das passiert ist, was passiert ist.
Wartet nicht, bis es zu keinem Gespräch mehr kommen kann, denn dann ist noch schwieriger zu verzeihen.
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